stricken

Es zieht sich…



Lesen und stricken ist seit längerem für mich die ideale Kombination.

Ich kann die meisten Strickmodelle „blind“ stricken und dabei eben z.B. lesen. Dann sind meine nervösen Finger beschäftigt, die Strickprojekte wachsen „nebenbei“ und die Bücher bekommen gleichzeitig meine (fast) uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Win-win-win sozusagen.

Normalerweise.

Seit einiger Zeit hakt es aber. Zieht sich das stricken ebenso wie das lesen. Es stapeln sich Bücher in der ganzen Wohnung, mit Begeisterung gekauft oder ausgeliehen. Auch unzählige begonnene Strickprojekte finden sich überlal in der Wohung.

Parallel stricken ist prinzipiell nichts ungewöhnliches für mich, führen aber im Gegensatz zu sonst derzeit nicht dazu, dass ich für jede Laune und Situation das passende finde und begeistert weiterstricke.

Stattdessen nerven diese UFOs („unfinished objects“ im Stricksprech) und hindern mich gleichzeitig auch nicht daran, dauernd neues anzustricken.

Es braucht also: was?
- Ein Buch, das mich von Anfang bis Ende fesselt
- abgeschlossene Strickprojekte (FO= finished objects), eines nach dem anderen, um den Druck zu mindern
- neue schnelle Strickerfolge, für den Reiz des neuen,
- ohne Probleme wiederaufzunehmende alte Projekte
- einfaches und kleines zum blind stricken und mitnehmen auf Zugfahrten
- anspruchvolleres und anregendes für die Zeit ohne Buch….

Also: eigentlich alles da. Aber: es zieht sich.
3.7.17 19:31


Im Winter für den Sommer



Es ist natürlich schon etwas ambitioniert, nicht nur Näher*innen sondern z.B. auch Stricker*innen am 10.Januar aufzufordern in einer linkparty etwas zu präsentieren was "in diesem Monat" entstanden ist.

Deswegen schummele ich ein wenig und aufgrund der gruusigen Lichtverhältnisse gibt es auch nur ein Photo des Werkes.

Jedesmal wenn sich der Winter oder Sommer dem Ende zuneigen passiert das gleiche: meine Motivation Strickstücke der vergangenen Saison (noch) fertigzustellen sinkt rapide. Diese bleiben dann unvollendet als traurige UfOs (unfinished objects) zurück, auch wenn ihnen nur noch ein halber Ärmel, eine Knopfleiste oder im Extremfall nur die (wenigen - ich stricke alles was geht rund) zu vernähenden Fäden zur Vollendung fehlen.

Diese werden dann auf dem dunklen Estrich verräumt und zum nächsten Jahreszeitenwechsel wiederentdeckt: "oh, das gibt es ja auch noch"! Und im Idealfall dann ganz fix vollendet - wenn nicht bereits Neue(re)s lockt.

Dass ich also auch nicht zum vernünftigem antizyklischem Stricken - im Winter für den Sommer und umgedreht - , so dass die Stücke zum Saisonbeginn fertig sind zu motivieren bin, geschweige dazu, immer nur ein Stück auf den Nadeln zu haben, brauche ich wohl nichts Eigens zu erwähnen, oder?!

Und bei dem präsentierten Stück handelt es sich um eine derartige Sommerleiche, die also in den ersten freien Januartagen tatsächlich "entstanden" ist, weil vorher gab es nur ein paar angefangene Einzelteile - Ärmel, Korpus...



Zumindest der Name ist winterlich: es handelt sich um Snow White, also übersetzt Schneewittchen, der schottischen Designern Ysolda:



Ein - wie immer bei ihr - für alle Grössen perfekt geschriebene Anleitung, von unten nahtlos zu stricken. So perfekt, dass ich unterschiedliche Grössen für Ärmel und Korpus kombinieren konnte. Dazu braucht es nicht mehr als ein wenig Additionsfähigkeit. Und worauf ich persönlich besonders stolz bin: das grafting an der Schultermitte ist mir erstmals perfekt gelungen.

Meines Erachtens ein wunderschönes Sommermodell mit einer sehr interessenten Dekolleté-Lösung, die auch bei so Sparoberweite wie meiner gut aussieht.

Also: Empfehlung!

Und mein (e bizzeli geschummelter) Beitrag zu "DIY Your Closet"


10.1.16 13:34


wird nix...



Jetzt ist es klar, bis zum 22. - dem Ende des Kal mit brooklyn tweed Modellen von Mascheinfein werde ich mit meinen Levenwick nicht fertig...

Zwar haben ein Wochenende mit einer Vielzahl von Bahnfahrten (BS- DA - FFm - DA - KAR - BS) und leider auch einem Personalunfall (+120') dazu geführt, dass ich quasi am Ende des langweiligen Teils - Ende des zweiten Ärmels - bin, aber dann kommt halt noch die Knopfblende, das Buttonband.

Und zu allem Überfluss ist mir da noch ein Baby mit seinen zu bestrickenden Füsschen dazwischengekommen.

Bref: Tragephotos frühestens Endes des Monats.
21.10.15 21:44


Laaangweilig.....



Nachdem ich, da unkonzentriert, den Kragen ungefähr 2 3/4mal stricken musste bin ich jetzt erfolgreich beim laaangweiligen Teil von Levenwick angekommen.

Ich habe übrigens gerne den Tipp von Ursula, den Kragen mit einer deutlich kleineren Nadelstärke zu stricken gerne an genommen, weil lasch runterhängen soll der ja nicht.



Die Raglanzunahmen sind geschafft, das Stück in Ärmel und Körper geteilt, die Taillenabnahmen beendet, die Hüftzunahmen haben begonnen. Wie stets überlege ich weniger Hüftzunahmen als angegeben zu machen, um zu vermeiden, dass die Jacke später über den nicht existenten Hüften zu weit ist…

Auch wenn ich mich versuche zu überlisten, indem ich immer bis zur nächsten Reihe stricke, in der zumindest irgendetwas interessante(re)s passiert wie Ab- oder Zunahmen damit ich vorankomme: es ziiiiiiieht sich……

Laaangweilig in „glatt links“ sozusagend. Und nach dem der Körper kommen dann ja auch noch die ebenso langweiligen Ärmel. Und auch noch zwei Stück davon.

Für "Auf den Nadeln Oktober " und den "brooklyn tweed KAL".
10.10.15 15:19


Levenwick



Auch ich nehme am brooklyn tweed Knitalong teil - mit einem ganz "alten" Modell, das mir aber schon damals ins Auge fiel:



Ich bin allerdings wirklich gespannt wie gleichmässig ich das "glatt links" hinbekomme.

Levenwick ist bereits in Wool People 1 erschienen und ist ein Design von Gudrun Johnston

Jetzt gilt es aber erst Mal auf das bestellte Garn warten.

-
28.8.15 14:40


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