Alpinistisches

Freitag: Flüchtlinge und Fasnacht



Was habe ich eigentlich so gemacht, am 5. Februar 2016 - das will Frau Brüllen wissen.

Freitag ist immer noch Frei-Tag, aber neu auch Flüchtlingstag.

Morgens nach dem ausschlafen, endlich mal wieder, nochmal intensiv mit dem Kollegen über die Grenze telefoniert, um noch schnell vor dem dort in Kürze ausbrechenden Fasnachtskomaferienpause eine Vorlage für unsere Politik fertig machen. Gemeinsam zufrieden über das Ergebnis - nicht selbstverständlich bei grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit all den Unterschieden in Kultur, Sprache, Finanzen, Entscheidungsabläufen, Fastnachtsterminen - und zwischen den Menschen.

Danach aber: Unterlagen vorbereiten für den Sprachkurs in der Flüchtlingsnotunterkunft Lörrach-Brombach . Heute bestreite ich das am ersten Mal alleine - mein Mit"Lehrer" ist in den Ferien. Ja klar habe ich ein wenig Muffensausen und Lampenfieber - schliesslich bin ich absolute Dilettantin. Im Nachhinein bin ich soweit zufrieden, habe aber mal wieder gemerkt wie schwierig es ist, Muttersprache zu vermitteln und dass ich mehr systematische Vorbereitung brauche.

Was mir bei den Zahlen gelungen ist: die Systematik zu vermitteln, so weit sind wir beim konjugieren im Präsens noch nicht. Zudem brauchen wir eine Lösung für die Kinder: sie wollen gerne mit am Tisch sitzen, stören aber den "Unterricht" - entweder weil sie uneingeschränkte Aufmerksamkeit einfordern oder weil sie - schulunterrichtsbedingt - sich mit besseren Kenntnissen in den Vordergrund spielen.

Auch wenn der Teilnehmerkreis stark schwankt, es ist begeisternd Fortschritte zu sehen, Interesse, Bemühen lernen wollen, kleine Erfolgsmomente. Besonders begeistert bin ich von dem jungen Ehepaar, im Unterricht mit zwei Kleinkindern an der Seite, die trotz all der Randbedingungen so schnell lernen, dass wir uns besondere Aufgaben für sie ausdenken müssen und sie wohl schon fast bald als "Hilfslehrer" einsetzen sollten.

Wenn sie denn weiter dabei sind. Oder überhaupt noch länger da sind - ihre Chancen sind als Afghanen gleich null bleiben zu dürfen.

Bref: dieser Sprachunterricht - insbesondere wenn allein - führt dazu dass ich auf über X00 drehe - und ich bin heilfroh um die 40 Minuten Velofahrt zurück nach Basel, in der ich die Stunde für mich nachbereite: emotional und inhaltlich.

Es macht unglaublich Spass!!

Schön auch der Besuch der Guggenmusikgruppe im Flüchtlingsheim. Auch wenn die meisten Geflüchteten wohl nicht verstanden haben was das für eine seltsame Musik war, die Kindern haben einfach voller Freude getanzt.

Danach in Basel: wieder runterkommen, packen und sich dabei vorfreuen auf die samstägliche Skitour. Endlich mal (wieder) - in diesem Nicht-Winter.

Und dann per S-Bahn in die schon sehr fasnächtliche Zwillingsstadt am Hochrhein: Open-Air-Gugge-Festival mit freundschaftlich fachkundiger Begleitung genossen.

Ich gestehe, auch wenn dann die Gefahr besteht aus Basel ausgeschafft zu werden, die Guggenmusiken gefallen mir besser als klassische Cliquen mit Piccolo und Trommeln.

6.2.16 22:10


Winterglücklich





Lang hat er sich Zeit gelassen, der Winter, aber spätestens seit letztem Wochenende ist er nun ja richtig da.



Bekanntermassen bin ich begeisterte Skitourgeherin - und das seit 30 Jahren. Auch zu Zeiten als die Berge weit entfernt waren, aber erst recht seit ich hier lebe.



2h entfernt von den "grossen Bergen", bin ich fast jedes Wochenende unterwegs. Aber auch manchmal während der Woche - in den den "kleinen Bergen" von Schwarzwald, Jura und Vosges, die mich direkt umgeben.



Und so konnte ich bereits seit Ende letzten / Anfang dieses Jahres Winterglücksmomente sammeln.



Zunächst in einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe über Silvester auf einer Selbstversorgerhütte . Genauso lange bis die schneeige Pracht am Ende der letzten Tour im Regen verschwand.



Mit viel Lachen und lecker essen. Mit gemeinsam ein neues Jahr begrüssen. Mit gemeinsam touren.



Wieder mal festgestellt wie schön es ist, wenn eine solche Gruppe sich selbst zu organisieren weiss. Bereits bevor man zusammen unterwegs ist. Aber eben gerade eben dann ab der gemeinsamen Ankunft. Was sich gerade im Winter auf einer Selbstversorgerhütte zeigt, die zunächst mal von Minusgraden auf eine angenehme Temperatur gebracht werden muss - mit einem Holzherd.



Da zeigt es sich ziemlich schnell ob das klappt miteinander oder nicht. Ohne dass jemand Anweisungen gibt. So verschieden wie diese Menschen sind.



Und ja, ich habe mal wieder vor mir selbst zugeben müssen, dass es mir meine Vorstellungen (=Vorurteile), die ich mir von einigen dieser Menschenvorab gemacht hatte während dieser paar Tage zurechtgerückt . Sehr heilsam, immer wieder.



Ich muss mit diesen Menschen nicht leben. Ich werde einen Grossteil nie wiedersehen. Sie sind und werden mir vermutlich keine Freunde werden. Ich muss mich noch nichteinmal mit ihrer Art zu leben einverstanden sein. Vieles davon - z.B. die Autofixiertheit - ist mir sehr fremd und wird es immer bleiben. Aber ich finde es gesund und heilsam für mich selbst einfach mal wieder mit fremden Menschen auf engem Raum zurecht- und auskommen zu müssen. Unter den entspannten Randbedingungen einer gemeinsamen Freizeitunternehmung, die aber doch durch Winter und Berge sich ganz schnell wandeln könnten zu Extreme(re)n ....



Auf eine andere Art spannend dagegen unterwegs zu sein mit guten Freunden und Bekannten, in immer mal wechselnden Kombinationen. Man kennt sich, kennt das Temop beim steigen und abfahren, kennt Schwächen und Stärken.




Letztes Wochenende dann das vorherrschende Gefühl: miteinander übereinander lachen.

Unterwegs mit einer kleinen Gruppe, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenpasste: Abfahrtsorientierte teilweise unerfahrene Splitboarder und ich als einzige Skifahrerin. Halbe/halbe Mitte 20 und Mitte 50. Und dann doch: das passt.



Ich liebe alles am Touren gehen: das ruhige stetige Steigen, fast schon meditativ, auch über Stunden.

Das Abfahren - einfach und lustvoll schwänzelnd natürlich in Traumschnee, "Arbeit" bei anspruchsvollen, wechselnden Verhältnissen von Schnee und Wetter. Aber auch dann befriedigend, die Sicherheit eigentlich überall inzwischen sicher abzufahren.

Ich bin sehr zufrieden mit meiner über lange Zeit schrittweise optimierte Ausrüstung: Skier, Schuhe, Kleidung...

Genuss an der eindrücklichen Landschaft. An der Einsamkeit, die gar nicht so selten ist. An der Bewegung, Anstrenung, selbst an der Kälte (und ich bin wahrhaftig ein "Frierküchlein").



Winterglücklich durch Schnee, Menschen, Berge, die Touren. Etwas was man nicht planen kann. So wenig wie den Winter.

Kann so weiter gehen.
6.2.15 15:02


Lieblingszwitscherei Oktober 2014



Herbst halt. Und: meine Geduld schwindet wie das Licht.
Aber ich werde mir folgendes zu Herzen nehmen:































































































Weitere Lieblingstweets des Monats bei der wunderbaren Anne Schuessler
31.10.14 18:05


Frei-Tag






Einfach mal einen ganzen Nachmittag gemütlich auf dem Balkon verbringen: mit Buch und Strickzeug in der Sonne.



#100happydays
#day18
4.7.14 16:56


happy Velo





60km reines Radelvergnügen: wohlbekanntes Wiesental

glücklicher Ort der Arbeit wie der Freizeit.

seit langem schon.

#100happydays
#day 4
20.6.14 22:04


 [eine Seite weiter] Gratis bloggen bei
myblog.de